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Kuba-Krise

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Eine Webdoku von Ana Rios und Claudia Heidenfelder

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José Ramon Fernández, kubanischer Politiker und Militär, war während der Kuba-Krise der Stellvertreter des kubanischen Staatschefs Fidel Castro.

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Schon mit 43 Jahren ist John F. Kennedy Präsident der USA. Der charismatische Politiker will Härte gegenüber den Kommunisten zeigen und aus der Kuba-Krise als klarer Gewinner hervorgehen. "Siegen um jeden Preis!" Dieses Motto ist dem Sohn der mächtigen Kennedy-Familie in die Wiege gelegt.

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Als Regierungschef der UdSSR und erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei ist Nikita Chruschtschow auf dem Gipfel der Macht angekommen. Einerseits propagiert er eine friedliche Koexistenz mit dem Westen. Andererseits strebt er eine Führungsrolle der UdSSR mit Hilfe von Aufrüstung und Raketentechnik an. Der Sohn eines einfachen Arbeiters ist Kennedys größter Widersacher im Kalten Krieg.    

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John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow treffen sich Anfang Juni 1961 in Wien. Das Gipfeltreffen soll dazu beitragen, Spannungen zwischen den beiden Atommächten zu überwinden.

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Seit der Kubanischen Revolution ist Fidel Castro kubanischer Staatschef.  Sein Vater emigrierte als armer Landarbeiter aus Spanien und wurde in Kuba zum reichen Großgrundbesitzer.  Der Revolutionär Fidel Castro gefällt sich in der Rolle eines Nationalhelden, der den mächtigen Vereinigten Staaten die Stirn bietet.

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Fidel Castro ist die treibende Kraft der kubanischen Revolution, "¡venceremos!" - "wir werden siegen!" - die Parole. Castros Kampf richtet sich gegen den diktatorisch regierenden kubanischen Staatspräsidenten Fulgencio Batista, der lange von den USA unterstützt wurde. 1958 wird Diktator Batista durch die Kubanische Revolution gestürzt, Castro zum Nationalhelden und zur Symbolfigur für die Befreiung vom Einfluss der Vereinigten Staaten.

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Die Vereinigten Staaten wollen auf Kuba einen Regimewechsel erzwingen. Denn eine Revolutionsregierung, die sich gegen die Interessen der USA stellt, ist für die US-Regierung inakzeptabel. Mehrere Mordanschläge auf Fidel Castro scheitern. Im April 1961 starten die Amerikaner mit Hilfe von Exilkubanern die "Operation Schweinebucht", um das Castro-Regime zu stürzen.

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Während der Kubakrise ist Robert McNamara Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten und engster Berater John F. Kennedys. Auch er ist bestrebt, die kubanische Regierung unter Fidel Castro zu beseitigen.

Was er Jahre später von der "Operation Schweinbucht" hält, die er damals befürwortet hat, äußert er 2002 in einem Interview.

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Die Feindschaft zwischen Kuba und den USA macht die Karibikinsel interessant für die Sowjetunion. Staatschef Nikita Chruschtschow sieht in Kuba - auch bedingt durch die geografische Lage - einen wichtigen Partner im Kalten Krieg. Die beiden Staaten nähern sich an. Im September 1960 erklärt Fidel Castro der amerikanischen Öffentlichkeit seine neue Freundschaft zu den Sowjets.

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Die neue Freundschaft hat Folgen: Mit der Geheimoperation "Anadyr" stationieren die Sowjets Atomraketen auf Kuba. Lastwagen, die zugleich als Abschussrampen dienen, bringen die Raketen zu geheimen Stützpunkten. Der Atomsprengkopf der R-12-Rakete besitzt die 70-fache Sprengkraft der Hiroshima-Bombe.

Die Raketen sollen Kuba vor einer erneuten Invasion der Amerikaner schützen. Für Kreml-Chef Nikita Chruschtschow sind die Raketen aber vor allem eine Revanche.

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Das westliche Militärbündnis NATO hatte zuvor, nahe der sowjetischen Grenze in der Türkei, seine Jupiter-Raketen stationiert. Die atomare Aufrüstung im Westen geschah vor aller Augen. Die Sowjetunion dagegen liefert die Atomraketen nach Kuba heimlich: Als Erntehelfer getarnt treffen sowjetische Soldaten in Havanna ein. Die Waffen werden als landwirtschaftliche Maschinen deklariert.

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Sonntag, 14. Oktober 1962, gegen 7.30 Uhr. In einer Höhe von gut 20 Kilometern überfliegt Major Richard Heyser in einem U-2-Aufklärungsflugzeug Kuba. Im Rumpf des modernsten Spionageflugzeugs der Welt macht eine Kamera mit 91-Zentimeter-Objektiv Zehntausende von Fotos.

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Spezialisten des amerikanischen Geheimdienstes CIA werten am 15. Oktober 1962 die Fotos aus. Die Entdeckung, die sie dabei machen, ist schockierend.

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Am 16. Oktober, kurz vor Mittag, tritt der Krisenstab „ExComm“ in Washington erstmals zusammen. Er setzt sich aus Vertretern der Regierung, des Militärs und des amerikanischen Geheimdienstes CIA zusammen. Der Krisenstab trifft sich bis zum 26. Oktober täglich.

Was den US-Krisenmanagern entgeht: Auf Kuba wurden von den Sowjets nicht nur Raketenstellungen installiert, sondern bereits atomare Sprengköpfe.

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Der Spezialist für Luftaufklärung Dino Brugioni leitet während der Kuba-Krise die Fotoabteilung des amerikanischen Geheimdienstes CIA. Seine Mitarbeiter waren es, die aus einem Spionageflugzeug die sowjetischen Raketenstellungen fotografiert haben.

In einem ARD-Interview von 2002 berichtet Brugioni von den Plänen des US-Krisenstabs und mit welchen Worten zum Kampf gegen den Feind aufgerufen wurde. 

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Die amerikanische Regierung startet die größte Medienkampagne des Kalten Krieges. Für den Konflikt soll allein die Sowjetunion verantwortlich gemacht werden. Dem Kreml-Chef wird nun zum Verhängnis, dass er die Waffen in Kuba heimlich stationieren ließ. Die USA nutzen dies, um die Raketenstationierung als hinterhältig und illegal darzustellen. US-Präsident Kennedy kann sich dagegen als standhafter Krisenmanager präsentieren. 

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Am 22. Oktober 1962 kündigt John F. Kennedy in einer Fernsehansprache die Blockade Kubas an. Millionen von Zuschauern auf der ganzen Welt verfolgen mit Sorge und Spannung seine Worte. 

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Der Sohn des Kremlchefs, Sergej Chruschtschow, ist zum Zeitpunkt der Kuba-Krise 27 Jahre alt und arbeitet als Raumfahrtingenieur. Für seinen Vater Nikita Chruschtschow ist er ein enger Vertrauter und Gesprächspartner.

Heute lebt Sergej Chruschtschow als Politikwissenschaftler in den USA. Der ARD schildert er 2002 seine Sicht der Krise. 

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Am 20. Oktober 1962 beginnt die Blockade Kubas. US-Einheiten sollen jedes Schiff in internationalen Gewässern um Kuba stoppen. Der Kreml sieht darin einen "Bruch internationaler Gesetze". Tatsächlich stellt die Blockade im internationalen Völkerrecht einen kriegerischen Akt dar. Deshalb spricht die  Kennedy-Regierung beschönigend von einer "Quarantäne", die über Kuba verhängt werde.

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Die US-Regierung lässt ihre Muskeln spielen: 56 Flugzeugträger, Kreuzer und Zerstörer, manche mit Atomwaffen bestückt, nähern sich der Blockadeposition. Für das US-Militär gilt nun die zweithöchste Alarmstufe in Friedenszeiten. 172 Interkontinentalraketen und 579 Kampfjets sind einsatzbereit. Von Japan bis Großbritannien werden Atombomben auf die UdSSR gerichtet, die jede sowjetische Stadt zerstören können.

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27. Oktober 1962, 10.22 Uhr. Ein amerikanisches Spionageflugzeug wird über Kuba abgeschossen, der Pilot kommt dabei um. Der amerikanische Krisenstab vermutet, dass Moskau den Befehl dazu gegeben hat. Doch es waren sowjetische Offiziere auf Kuba, die eigenmächtig gehandelt haben. Weder Kennedy noch Chruschtschow wollen die direkte Konfrontation. Doch es kommt immer wieder zu Zwischenfällen, die um ein Haar zu einer nuklearen Katastrophe führen.

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Ein US-Zerstörer zwingt mit einer Granate ein sowjetisches U-Boot zum Auftauchen. Das Boot hat Nuklearwaffen an Bord. Der Umsicht der sowjetischen Besatzung ist zu verdanken, dass es zu keinem Atomkrieg kommt.

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Michael Shumakow ist der Kommandant dieses sowjetischen U-Bootes. In einem Interview schildert er, wie es war, als er unter Beschuss der Amerikaner stand.

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Der amerikanische Präsident John F. Kennedy steht unter massivem Druck. Die Mitglieder im Krisenstab drängen immer stärker zu einer Invasion auf Kuba. Doch Kennedy fürchtet die direkte Konfrontation mit der UdSSR, die zu einem Weltkrieg führen könnte.

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Der kubanische Staatschef Fidel Castro verlangt von Kremlchef Nikita Chruschtschow, dem amerikanischen Präsidenten gegenüber nicht nachzugeben. Doch im Machtpoker zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion hat Castro nichts mehr zu sagen.




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Bei Nikita Chruschtschow  wächst die Sorge, dass die USA Kuba tatsächlich angreifen. Eine Invasion Kubas könnte den befürchteten Atomkrieg auslösen. Nur er und ein kleiner Kreis Vertrauter wissen, dass auf Kuba nicht nur Raketenstellungen, sondern bereits Atomsprengköpfe stationiert sind. Der Kreml-Chef sucht nach einer Lösung.

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US-Verteidigungsminister Robert McNamara äußert sich später zu Nikita Chruschtschows Vorsprung an Wissen.

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Washington, 27. Oktober 1962, 21.45 Uhr. John F. Kennedy will sich mit den Sowjets einigen. Gleichzeitig muss er beweisen, dass er den Kommunisten gegenüber hart bleibt. Um sein Gesicht zu wahren, beauftragt er seinen Bruder Robert Kennedy, mit dem sowjetischen Botschafter Anatolij Dobrynin Kontakt aufzunehmen.

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Das Treffen zwischen Robert Kennedy und dem sowjetischen Botschafter Anatolij Dobrynin findet heimlich statt. Der amerikanische Vorschlag: Die Sowjets ziehen ihre Atomraketen aus Kuba ab, im Gegenzug verschrotten die USA ihre Jupiterraketen in der Türkei. Einzige Bedingung: Von der Gegenleistung der Amerikaner darf nie jemand etwas erfahren.

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Sergej Chruschtschow spricht im Rückblick über die schwere Entscheidung seines Vaters.

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Vor den Augen der Weltöffentlichkeit zieht die Sowjetunion ihre Stellungen für Mittelstreckenraketen auf Kuba wieder ab. Nur die bereits stationierten Atomsprengköpfe bleiben noch viele Monate auf der Karibikinsel.

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In den Vereinigten Staaten und der gesamten westlichen Welt wird John F. Kennedy für seine Unnachgiebigkeit gegenüber der Sowjetunion gefeiert.

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Ein kühler Kopf und Verhandlungsgeschick sollen einen Atomkrieg im letzten Moment verhindert haben? Robert McNamara, damals US-Verteidigunsminister, hat da starke Zweifel...

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Nach der Kuba-Krise richten die Supermächte eine Fernmeldeverbindung zwischen Washington und Moskau ein. Der "Heiße Draht" soll Kommunikationsprobleme, wie es sie während der Kuba-Krise gab, bei künftigen Konflikten vermeiden. Zudem werden die Sicherheitskontrollen für Atomwaffen und Frühwarnsysteme verbessert.

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Mit der Kuba-Krise beginnt der Machtverlust Nikita Chruschtschows. Am 13. Oktober 1964 wird er im Kreml durch einen Putsch des Politbüros gestürzt. Der amerikanische Präsident John F. Kennedy wird am 22. November 1963, ein Jahr nach der Kuba-Krise, durch ein Attentat getötet. Fidel Castro wird 49 Jahre lang Regierungschef in Kuba bleiben. 

Der Höhepunkt des Kalten Krieges ist mit der Kuba-Krise erreicht. Zwar vermeiden die Supermächte von nun an eine direkte Konfrontation. Doch sie führen ihren Wettstreit der Systeme fort. Die Konflikte werden zunehmend in "Stellvertreterkriegen" in der "Dritten Welt" ausgetragen.

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